Der Essayist, so heißt es in einem Beitrag dieses Sammelbandes, sei nicht nur Literat, nicht nur Stilist, nicht nur Künstler, sondern eher ein Dandy der Literatur im eigentlichen Sinne des Wortes und seine Wirkung sei daher viel größer als die Wirkung vieler anderer Schriftsteller. Mit schlafwandlerischer Sicherheit meide er abstrakte und dogmatische Bereiche und erkenne nur die Gesetze an, die sein eigener Geist ihm setze. Er sei ein Gegner der Ordnung, der Methode, des fertigen Urteils und schreibe aus dem Augenblick heraus, aus dem spontanen Eindruck, gleichgültig, ob über ein Buch oder über eine winterliche Landschaft

Von Büchern ist freilich sehr oft die Rede in diesen Essays aus Ungarn, unter deren Verfassern sich so namhafte Schriftsteller befinden wie Endre Ady, Deszö Kosztolányi, Milán Füst, István Örkény, Guyla Illyés oder László Németh, die Rede ist von deutscher, französischer, russischer und natürlich ungarischer Literatur, aber auch vom Trinken oder vom Snobismus — wie es der Titel verspricht.

 

Ungarische Essays

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